im ersten teil der schulpräsentation lag der fokus auf den ersten beiden jahren des studiums, in denen die studenten sich mit filmgestaltung im allgemeinen, ohne spezielisierung auf ein fachgebiet, beschäftigen.
schon da zeigen sich talente, neigungen und die richtung, die die filmemacher später einschlagen können. gerade weil für die teamprojekte nur 4-6 wochen zeit ist, zeigt sich hier das geschick für themen- und technikauswahl.
ein hervorragendes beispiel aus der präsentation der erstjahresarbeiten ist a6/a9 von johannes schiehsl – der realfilm in schwarz-weiß mit einem schleichenden übergang zur 3d animation schafft eine bedrückende atmosphäre und hält durch zurückhaltung in den stilmitteln die balance zwischen fantastik und realität. leider gibt es den film nicht im netz zu sehen, aber ein paar informationen zum regisseur auf der website der filmakademie und bei talent-film.
eine ebenso gelungene mischung von realfilm und cgi ist der zweitjahresfilm formic von roman kälin und florian wittman. wie sich makro- und mikrokosmos gegenseitig beeinflussen, fängt der film in eindrucksvoll dynamischen real gedrehten bildern ein und führt diese dynamik ebenso eindrucksvoll auch in der animation des mikrokosmos fort. auch diesen film gibt es leider nicht zu sehen, aber ebenfalls ein paar informationen dazu bei der FABW.
im dritten und vierten jahr des diplomstudiums können sich die studenten spezialisieren. hier entstehen kurzfilme, die sich nicht nur durch die professionalität in der ausführung auszeichnen, sondern auch in der wahl ihrer themen und plots. die studenten haben für diese filme ein jahr zeit.
das institut für animation, visual effects und digitale postproduktion präsentierte einige juwelen, unter anderem erneut den 10minütigen urs, bei dem ich wieder nach 5 minuten tränen in den augen hatte…
da ich diesen bereits lobend erwähnt habe, sollen jetzt noch zwei andere filme aus diesen abschlussarbeiten genannt werden.
eine sehr beeindruckende arbeit, auch durch die besetzung der sprech-rollen (whoopi goldberg!) ist descendants von heiko van der scherm. der film hat eine website mit bildern aus dem film und einem teaser, außerdem photos und credits (es ist wirklich whoopi goldberg!). der regisseur hat auch noch eine eigene website mit einer slideshow seiner arbeiten.
der andere film, der durch die ästhetische häßlichkeit seiner protagonisten besticht, ist magus maximus von emanuel strixner. der regisseur zeigt einen trailer seines abschlussfilms auf seiner website, außerdem bilder seiner skulpturen, die als modelle für die 3d animation dienten.
abgänger der filmakademie baden-württemberg sind vielseitige und in team-arbeit geschulte specialised generalists, die vielfach bald nach ihrem diplom in film- und werbe-branche auftauchen und auffallen. die website der hochschule im auge zu behalten, dürfte sich immer lohnen.